6 Mythen rund um die Blumenpflege

Pflanzen gibt es bereits seit Anbeginn der Welt und so ist auch das Wissen über Pflanzen und ihre Pflege entsprechend alt. Dieses wird von Generation zu Generation weitergegeben, wodurch sich mit der Zeit hartnäckige Mythen etabliert haben, von denen wir einigen heute auf den Grund gehen möchten.

Mythos 1: Pflanzen brauchen Sonnenlicht zum Überleben

Selbstverständlich brauchen Pflanzen Licht, um zu wachsen und prächtig zu gedeihen, aber direktes Sonnenlicht ist dabei für viele blumige Vertreter sogar schädlich als förderlich. Zahlreiche Blumenarten bevorzugen stattdessen schattigere Standorte. Bei der Auswahl geeigneter Zimmerpflanzen sollte daher darauf geachtet werden, wie viel natürlicher Lichteinfall vorhanden ist und wo die Pflanze demnach aufgestellt werden sollte.

Mythos 2: Lieber mehr als weniger gießen

Auch das stimmt so nicht. Ausschlaggebend ist der individuelle Wasserbedarf. Dieser orientiert sich logischerweise an Sorte und Art und sollte weder unter- noch überschritten werden. Die Nachteile falscher Wassermengen liegen dabei klar auf der Hand: Während zu wenig Wasser schneller zum Austrocknen führt, behindert zu viel Wasser die optimale Entwicklung, fördert Pflanzenkrankheiten und führt zu vorschnellem Verwelken.

Mythos 3: Die Wassertemperatur ist vernachlässigbar

Ähnlich wie bei der Körperpflege wirkt sich die Wassertemperatur enorm auf das Pflanzenwachstum aus. Wie warm das Wasser sein sollte, bestimmt abermals die jeweilige Blumensorte. Bei Topfpflanzen gilt es zudem darauf zu achten, dass in den Blumentöpfen keine Staunässe entsteht, andernfalls steigt das Risiko von Fäulnis und Schimmelbildung.

Mythos 4: Blumenstiele müssen schräg abgeschnitten werden

Stimmt – aber nicht ausnahmslos! In diesem Fall ist die Beschaffenheit des Stiels entscheidend. Harte Stiele, wie beispielsweise von Rosen oder Chrysanthemen, sollten in der Tat schräg angeschnitten werden, um die Wasseraufnahme zu verbessern. Tulpen oder Gerbera haben hingegen einen weicheren Stiel und sollten daher gerade abgeschnitten werden.

Mythos 5: Wasser kann länger in der Vase bleiben

Keine gute Idee! Spätestens alle drei Tage sollte das Wasser in der Vase komplett gegen frisches ausgetauscht werden. Hintergrund ist, dass sich im stehenden Wasser andernfalls jede Menge Bakterien ansiedeln, die den Blumen zu Leibe rücken und die feinen Öffnungen in den Stielen verstopfen, wodurch die Wasserversorgung unterbrochen wird. Blumen von Regionsflorist werden daher mit einem kleinen Wasserpaket verschickt, damit sie während des Transports bestmöglich versorgt sind. Zu Hause angekommen, sollten Sie die Blumen direkt in eine Vase mit frischem Wasser stellen.

Mythos 6: Zucker unterstützt das Wachstum

Richtig ist, dass Zucker Energie liefert. Gleichzeitig pusht raffinierter Zucker die Vermehrung von Bakterien, die den Blumen wiederum zusetzen. Anstatt Zucker sollte daher lieber auf Düngemittel gesetzt werden, die das Pflanzenwachstum durchweg positiv beeinflussen. Auch von der Beigabe kupferhaltiger Münzen ist abzuraten.

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